Bochum, 2. Juni 2015. Veganer können nicht genießen? Wenn Bestsellerautor Attila Hildmann in seinen weißen Porsche steigt, beweist er das Gegenteil. Mit selbstbewusstem Hedonismus polarisiert der Star-Koch die Veganer-Szene wie kein Zweiter. Im Interview mit dem bundesweiten Campus-Magazin UNICUM (Ausgabe 06/2015) erklärt der 34-Jährige dieses Verhalten rundheraus zum Erfolgsrezept: „Es ist der Klischeebruch, der mich erfolgreich macht.“

Attila

Foto // Nina Hansch

Hildmann hört auf den Vornamen Attila, was wegen des gleichnamigen Hunnenkönigs an reichlich Fleischkonsum denken lässt. Pustekuchen, der Mann ist Veganer-Vorzeigefigur, und das gleich im doppelten Wortsinn: Hildmann hat nicht nur eine begeisterte Gefolgschaft, sondern auch einen Oberkörper wie ein Fitness-Model. An- und Aussehen schützen aber nicht vor Kritik: Der Porsche-Kauf war für Hildmanns Anhänger der ultimative Sündenfall – zumindest in den sozialen Netzwerken.

Aber auch diese Münze hatte zwei Seiten, denn nach dem Shitstorm rollte der Stuttgarter Sportwagenhersteller den roten Teppich aus und machte die Vegan-Ikone zum Hauptdarsteller eines Werbefilms. Der Gescholtene und Gefeierte cool: „Ich baue ganze Schlösser aus den Steinen, mit denen man mich bewirft.“

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