Bochum, 08.02.2016. Enthüllungsjournalist Günter Wallraff würde eine Recherche in Moscheegemeinschaften und unter Flüchtlingen reizen. Im bundesweiten Campus-Magazin Unicum (Ausgabe 01-02/2016) sagt er: „Mich würde ein Tabuthema interessieren, das schnell mit „Islamophobie“ abgestempelt wird. Mich würde interessieren, welches Weltbild innerhalb von Moscheegemeinschaften und bei neu angekommenen Flüchtlingen existiert.“

Wallraff stößt sich am öffentlichen Diskurs, der Unterschiede zwischen den Migranten einebne und damit ein realistisches Urteil unmöglich mache: „Wir erleben derzeit ein Lagerdenken voller Political Correctness, bei dem mir die Differenzierung fehlt.“ Eine sensibel geführte Recherche könne die schematische Debatte beleben: „Wir würden positive Überraschungen erleben, aber vielleicht auch in einigen Bereichen sagen: Vorsicht, hier braut sich was zusammen.“ Wallraff glaubt allerdings auch, dass Migranten selbst am besten in ihrem Umfeld recherchieren könnten – anonymisierte Ergebnisberichte vorausgesetzt.

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