UC_07-2015_LoRes_kleinBochum, 01.07.2015. Martina Koederitz, Chefin von IBM Deutschland, ist als Gegnerin der Frauenquote bekannt. Im Gespräch mit dem Campusmagazin UNICUM (07/2015) erklärt sie, dass Frauen mit einem geschickteren Eigenmarketing ihre Karriere selbst ankurbeln können – und sich dabei ruhig etwas von ihren männlichen Kollegen abschauen sollten.

 „Männer achten deutlich stärker auf die Rangordnung und auf Netzwerke. Denn nur wer einen guten Platz in der Rangordnung hat, kann auch seine Ideen durchsetzen“, so Martina Koederitz. Frauen versuchten eher, aufgrund von Fähigkeiten wahrgenommen, anerkannt und gefördert zu werden. „Aber so funktioniert das Spiel oft nicht. Im Berufsleben gilt leider häufig ,Für Fleiß kein Preis‘.“

Zudem geht die IBM-Geschäftsführerin darauf, dass mit der Digitalisierung traditionell männliche Berufsbilder für Frauen zugänglicher würden: „Die IT-Welt ist beispielsweise schon lange kein rein technisches Feld mehr. Es geht zunehmend um Beratung, Projektentwicklung und kreative Lösungen – all das sind Felder, in denen Frauen seit jeher punkten.“

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