Bochum, 20. März 2015. Medienrebell Jan Böhmermann foppt mit seinem „Varoufake“ mal wieder die deutschen Medieneliten. Vor seiner Late-Night-Satire „Neo Magazin Royale“ ist niemand sicher – er selbst eingeschlossen: „Klar habe ich auch Social-Media-Accounts, mit denen ich mich selber beschimpfe. Um ein Strohfeuer zu entfachen und Diskussion in Gang zu bringen“, so der 34-Jährige im Interview mit dem bundesweiten Schülermagazin UNICUM ABI.

Böhmermann teilt gerne aus, hat aber auch kein Problem damit einzustecken, ganz im Gegenteil: „Ich finde, negative Kommentare spornen sehr an, positive finde ich eher langweilig.“ Einzige Grundregel: Rückgrat zeigen. „Wenn schon das Maul aufmachen, dann auch mit Gesicht und Namen.“ Ohnehin sei es sinnlos, sich hinter anonymen Identitäten zu verschanzen: „Mithilfe der deutschen Polizeibehörden dauert es in der Regel zwei Tage, um herauszufinden, wer dahinter steckt.“

Angesichts der Diskussionen, was Satire darf und was nicht, sagt Jan Böhmermann: „Das Einzige, was ich zur Hand nehme, um zu gucken, was ich machen darf, ist das Grundgesetz – wenn überhaupt. Das ist nämlich sehr verinnerlicht. Ich darf und will alles machen, aber ich muss nicht alles machen.“ Was er denn tatsächlich macht, bleibt auch in der Causa Varoufakis der Deutungshoheit des Rebellen Böhmermann vorbehalten.

Das vollständige Interview mit Jan Böhmermann lesen Sie in der UNICUM ABI 03-04/2015.

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