UNICUM PressemitteilungBochum, 9. Oktober 2014. Tattoos scheinen in der Mitte unserer Gesellschaft angekommen – und bleiben dennoch ein Risikofaktor, wenn es um die Karriere geht. In einer Umfrage von UNICUM.de, Online-Ableger des bundesweiten Campusmagazins UNICUM, fürchten zwei von drei jungen Erwachsenen, das Klischee „Karrierekiller Tattoo“ sei für bestimmte Branchen weiterhin gültig. 18 Prozent der insgesamt 1.500 Befragten halten Tattoos sogar für ein branchenübergreifendes Job-Hindernis.

„Wesentlich bei der Beurteilung von Einstellungs- und Karrierechancen ist, ob der/die Mitarbeiter/in als Repräsentant des Arbeitgebers angesehen wird oder eher eine Aufgabe ohne nennenswerte Außenkontakte erfüllt“, differenziert Sigrid von Elbwart, Beraterin für akademische Berufe bei der Agentur für Arbeit Recklinghausen. So gelten Tattoos im Banken- und Finanzsektor oder in der Versicherungsbranche als absolutes No-Go. Mit guter Tarnung lässt sich laut der Expertin allerdings Abhilfe schaffen: „ Nicht sichtbare Tattoos sind für die meisten Arbeitgeber uninteressant.“ Tatsächlich versteckt jeder Zehnte der befragten UNICUM-User seinen Körperschmuck im Job grundsätzlich.

Arbeitsvertrag gibt Aufschluss über Vorschriften

Wer sich als Angestellter ein sichtbares Tattoo stechen lassen möchte, sollte zuvor einen Blick in den Arbeitsvertrag werfen: „Der Arbeitgeber darf in gewissem Maße Kleidervorschriften machen und das Image des Unternehmens in der Außenwirkung bestimmen. Ist im Vertrag ein Tattoo-Verbot vermerkt, muss ich mich als Arbeitnehmer daran halten“, so Christian Götz, Experte für Arbeitsrecht bei ver.di.

Persönliche Freiheit vs. Arbeitgeberfreiheit

Bewerbern raten von Elbwart und Götz, die Entscheidung für ein Tattoo eingehend zu überdenken: „Wer Tattoos als Teil der Persönlichkeit versteht, der muss sich darüber im Klaren sein, dass der Ausdruck der persönlichen Freiheit dort endet, wo die Freiheit der Anderen beginnt – und damit die Freiheit des Arbeitgebers.“

Alle Ergebnisse der Umfrage und weitere Tipps für Tattoo-Träger gibt es hier: http://bit.ly/unicum-Tattoos-im-Job

Zurück