UNICUM Personalmarketing NetzwerktreffenBochum. Das 14. UNICUM Personalmarketing Netzwerktreffen hielt, was es versprach: hochkarätige Referenten, innovative Impulse und angeregte Diskussionen, ausgiebiges Netzwerken. Knapp 100 Gästen – ein Großteil selbst Personalmarketing-Experten – bot die Deutschen Gesellschaft für Personalführung (DGFP) e.V. in ihrer Düsseldorfer Zentrale einen adäquaten Rahmen für intensiven Austausch in ungezwungener Atmosphäre.

Personalmarketing-Koryphäe Thomas Sattelberger führte gewohnt kurzweilig durch die Irrungen und Wirrungen von Employer Branding und Talent Management. Eine seiner zentralen Botschaften: „Wer sich auf den ‚War for Talents‘ einlässt, hat die erste Schlacht schon verloren!“ Statt in eine austauschbare „Prostitution um Talente“ abzugleiten, sollten Unternehmen ihren Markenkern klar herausstellen, um High Potentials so geistig zu binden.

Alfred Lukaczyk (Head of Employer Branding der Evonik Industries AG) tauchte tiefer in die Arbeitgebermarke als einzigartige Unternehmensidentität ein. Seine Forderung: In intensiver Strategiearbeit eine auf Dauer angelegte Employer Brand schaffen, die beim Buhlen um die besten Köpfe zielgruppenspezifisch positioniert und praktisch erlebbar wird.

Harte Zahlen bot Stefan Lake (Country Manager Deutschland bei Universum Communications) mit den Ergebnissen der renommierten „Universum Student Survey 2014“. Vom „idealen Arbeitgeber“  erwarten deutsche Studierende neben einem attraktiven Grundgehalt, einem freundlichen Arbeitsumfeld und einer sicheren Anstellung eine funktionierende „Work-Life-Balance“. Aufgabe für die Unternehmen: In der Bewerberansprache konkret werden, wie genau diese Balance erreicht werden soll!

Spannend auch der Vortrag von Stefan Döring. Als Sachgebietsleiter Personalmarketing, Controlling und HR-Projekte bei der Landeshauptstadt München kämpft er mit Vorurteilen gegenüber dem öffentlichen Dienst. Die von ihm verordnete Kur: Ein Personalmarketing-Mix, der es in puncto Professionalität und Ganzheitlichkeit mit der freien Wirtschaft aufnehmen kann, dabei eine starke Emplyoee Value Proposition, in der die Vorzüge des öffentlichen Dienstes greifbar werden.

Prof. Dr. Torsten Petry von der Wiesbaden Business School der Hochschule RheinMain erklärte den Gipfel des Hypes um Social Media im Personalmarketing für überschritten. Jetzt gelte es, Social Media bewusster und zielgruppengerechter zu nutzen. Seine Aufforderung: „Seien Sie nicht ‚Social Müdia‘, sondern ‚Social Realistica‘.“

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