Bochum, 15. Juni 2015. Winfried Schulze, Jury-Vorsitzender beim Wettbewerb „Professor des Jahres“, nimmt im Interview mit dem bundesweiten Karrieremagazin UNICUM BERUF die Professoren geistes- und gesellschaftswissenschaftlicher Fächer in die Pflicht: „Auch in Fächern, die nicht aus sich heraus eng mit der Arbeitswelt verknüpft sind, erwarte ich bei Professoren ein Bewusstsein dafür, dass sie für verschiedene Tätigkeiten ausbilden.“

Prof. Dr. Winfried Schulze

Prof. Dr. Winfried Schulze

Der ehemalige Vorsitzende des Wissenschaftsrats und Träger des Leibniz-Preises ist selbst eremitierter Geschichtsprofessor. Strebten seine Absolventen früher fast ausnahmslos an die Schulen oder in die Wissenschaft, sind Geisteswissenschaftler heute als Quereinsteiger in verschiedensten Branchen tätig. „Solche Entwicklungen dürfen einem Professor nicht verborgen bleiben. Er muss in seiner Lehre vielmehr Schnittstellen zu den denkbaren Einsatzgebieten herstellen und alles dafür tun, Praktiker in die Hochschule einzuladen.“

Praxisnahe Lehre ist auch das Anliegen des von UNICUM BERUF ausgerichteten Wettbewerbs „Professor des Jahres“: Hochschullehrer werden in vier Fachbereichen als Wegbereiter für die Karrieren ihrer Studierenden ausgezeichnet. „Der Preis hat eine klare Signalwirkung“, so Winfried Schulze. Als Jury-Vorsitzender ruft er dazu auf, unter www.professordesjahres.de erstklassige Professorinnen und Professoren zu nominieren.

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